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Grazer Autorenversammlung / Salzburg
1973
wurde die Grazer Autorenversammlung
(GAV) als bundesweite Alternative zum österreichischen P.E.N. Club
gegründet. Über die ersten zehn Jahre des Vereins gibt Roland
Innerhofers Buch Die Grazer Autorenversammlung 1973 - 1983 . Zur Organisation
einer "Avantgarde" (Wien: Böhlau, 1985) Aufschluss (speziell
zur Gründungsgeschichte siehe S. 27 ff.). Die Vereinigung hat mittlerweile
über 500 Mitglieder. Seit Mitte der 80er Jahre wurde eine Strukturreform
vorangetrieben, die eine Regionalisierung der GAV entsprechend den Bedürfnissen
der Mitglieder in den Bundesländern zum Gegenstand hatte. Dementsprechend
wurde 1987 auch die GAV / Salzburg gegründet. Dieser Verein versucht
durch Zusammenarbeit mit dem Wiener Büro und anderen Regionalstellen
wichtige Veranstaltungen auch einem Salzburger Publikum zugänglich
zu machen. Daneben soll die Tätigkeit der in Stadt und Land Salzburg
lebenden Mitglieder gefördert werden. Zudem erfolgt eine allgemeine
Auseinandersetzung mit kulturpolitischen Themen.
Aktivitäten der GAV / Salzburg:
Förderung der Mitglieder, Leseförderung, Autoren- und
Manuskriptberatung (nach telefonischer Voranmeldung), Organisation von
Symposien, Workshops, Lesungen, und Schreibwerkstätten in Stadt
und Land Salzburg
Publikationen der GAV / Salzburg:
- Anthologie: Sichten und Vernichten . Von der Kontinuität der
Gewalt . Wien: Verlag für Gesellschaftskritik, 1994. (Diese Anthologie
umfasst literarische und sekundärliterarische Beiträge des
im Oktober 1993 im Salzburger Literaturhaus Eizenbergerhof veranstalteten
gleichnamigen Symposiums: "Die Ereignisse von Mölln, Hoyerswerda
(gemeint sind Anschläge auf Asylanten bzw. Asylantenheime in
Deutschland Anfang der 90er Jahre, Anm.), das In-die-Enge-treiben,
Ausgrenzen, Unterdrücken von Menschengruppen in der Tagespolitik,
aber vor allem der Ton der Sprache, in dem das - schon wieder? - geschehen
kann / darf, forderte Widerstand. [...] Denn wohin Dulden von Gewalt
- erst nur im Sprachgebrauch - bereits einmal geführt hat, zeigen
viele der Texte in Sichten und Vernichten in grausamer Genauigkeit."
(Auszug aus dem Editorial, S. 7)
- CD "... und dann zünden wir den Christbaum an" (erhältlich
ab Dezember 2000) (Mitschnitt der satirischen Weihnachtslesung von
Eberhard Haidegger, Manfred Koch und Fritz Popp im Literaturhaus Eizenbergerhof
im Dezember 1999)
Mitglieder der GAV Salzburg:
Jedes Jahr können Autorinnen und Autoren sich um die Aufnahme
in die Grazer Autorenversammlung bewerben. Eine dreiköpfige Jury
bewertet eingesandte Manuskripte und schlägt die Aufnahme neuer
Mitglieder vor; in der jährlich stattfindenden Jahreshauptversammlung
aller Mitglieder wird endgültig über die Aufnahme abgestimmt.
Alle Mitglieder werden vom Zentralbüro in Wien über wichtige,
gesamtösterreichische oder regionale Veranstaltungen informiert,
darüber hinaus gibt es in mittlerweile sechs Bundesländern
Regionalgruppen außer in Niederösterreich, Vorarlberg und
Wien, von wo aus die zentrale Verwaltung stattfindet.
Die Grazer Autorenversammlung / Salzburg hat insgesamt 25 Mitglieder,
darunter u.a. Christine Haidegger, Eberhard Haidegger, Univ. Prof. Dr.
Hans Höller, Erna Holleis, Christoph Janacs, Manfred Koch, Ludwig
Laher, Dorothea Macheiner, Fritz Popp, Kathrin Röggla, Christian
Wallner, Univ. Prof. Dr. Walter Weiss.
Wichtige Daten und Erreichbarkeit der GAV / Salzburg:
Träger: Verein Grazer Autorenversammlung / Salzburg
Gründung: 1987
Leitung: Christine Haidegger (Regionaldelegierte seit 1987)
e-mail: gav.sag@literaturhaus-salzburg.at
Tel./Fax: +43-(0)662-439580-16
Die Geschäfte der gesamtösterreichischen Grazer Autorenversammlung
in Wien (Rasumofskygasse 20/6, 1030 Wien, http://www.gav.at)
werden von Gerhard Kofler geführt. In der Nachfolge Ernst Jandls
ist Heidi Pataki nun Präsidentin der GAV.
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