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Inzwischen

Ein Lesebuch der Strategien zwischen Kunst und Literatur

Autoren: Herbert Christian Stöger
Verlag: Triton, Wien, 2002
Gattung: anderes | Veröffentlichungstyp: Buch

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Textproben:

fort: 1. f. [mit dir, ihm, damit es in der Weite nicht weiter Neues zu entdecken gibt oder weil es gilt, Neues in der Ferne zu entdecken]! (umg); er ist, war [weit] f. von dem zweiten Zuhause, nachdem er längst das erste vergessen und das nächste hinter sich ließ, weil alles, was er dort gehegt hatte, aufgebaut und glaubte nun, sein Zuhause gefunden zu haben, sich schnell als Trugschluß herausstellte, da er sich selbst nicht entkam, aber die Frau, die er begehrte eines Tages f. war; mein, der Schlüssel ist f., sodaß er nicht mehr in sein erstes Zuhause konnte (umg; abhanden gekommen war auch seine Wahlverwandtschaft, denn sie sagte: «Du wirst dir immer ähnlicher», wohingegen sie ihren Vater meinte, der, wie sein Vater, nicht der Mann war, den sie sich in ihrem Bett wünschte); «wir wollen es noch einmal versuchen», hatte er sie hinter der Tür durch den Briefschlitz in der Schlüsselfrage umzustimmen versucht; «müssen aber [bald] beenden, was uns trennt», meinte sie, indem sie dieser Beziehung einen Riegel vorschob, und er f. müßte ohne eine Reservebeziehung; nicht f. brauchen, dachte er sich nun in seinem Zuhause, können wollte er jederzeit (umg); «wie lange warst du schon hinter der Tür?», fragt sie; «ist er schon f.?», er; «der Zug war schon f., als wir auf dem Bahnhof ankamen», während sie weiterredete, dachte er: Sie ist schon lange von zuhause f.; «deine Freundin ist pünktlicher als mein Freund, was dich aber letztlich nicht betrifft, weil du jede Absprache durch zu spätes Fortgehen zunichte machst» (umg; fortgezogen sind alle aus deinem unverläßlichen Leben); f. mit Schaden! (umg; weg, Schluß damit!) Und so wendete er sich wieder f. und hatte aber schließlich in einem eigentlich nicht zu erreichen wollenden Zug Ruhe gefunden, die er auch nicht gesucht hatte, weil er einfach nur entkommen wollte - 2. nur [immer] f.! stand auf den Scheiben des Zuges, den Bahnhofstafeln und Ortsschildern; in einem f. (ununterbrochen) sprechen, lachen; eine Reisegruppe war zugestiegen, und die Frau neben ihm ließ nicht ab; sie redete f. und f. (immerzu); wir sprachen auch von Theater, Film und so f., aber beide in einer anderen Sprache, von denen keiner keine verstand, dachte er

/ 2002

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