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Georg-Trakl-Forschungs- und Gedenkstätte der Salzburger Kulturvereinigung

Waagplatz 1a
5020 Salzburg

Tel: 0662-84 52 89
E-Mail: 0662-84 26 65

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Beschreibung:

Die Bemühungen um das Werk Georg Trakls seitens offizieller Stellen reichen in die Nachkriegszeit zurück: 1951 wurde vom Land Salzburg erstmals der Trakl-Preis vergeben, im Hof eines Altstadt-Hauses wurde ein Trakl-Brunnen errichtet und für das ehemalige Wohnhaus der Familie Trakl am Mozartplatz war eine Gedenkstätte geplant. Ein Wechsel der Besitzverhältnisse ermöglichte dann aber die Umsetzung dieses Planes im Geburtshaus des Dichters am Waagplatz. 1973 wurde in den Räumen der ehemaligen Wohnung der Familie - sie lebte hier von 1885 bis 1893 - eine Gedenkstätte eingerichtet, die vom Land Salzburg in die Betreuung der Salzburger Kulturvereinigung übergeben wurde. 1987 konnte sie anläßlich des 100 Geburtstages von Georg Trakl zur Forschungs- und Gedenkstätte erweitert werden. Gustav Pichler, der Leiter der Raimung-Gesellschaft, hatte bereits Material dafür gesammelt und Frau Maria Geipel-Trakl, die damals 90jährige älteste Schwester des Dichters, stellte ebenfalls Dokumente und Gegenstände zur Verfügung. Dieser Bestand bildete den Grundstock für die Einrichtung der Gedenkstätte. Seither wurden weitere Handschriften dazu erworben, vor allem der Großteil der Briefe Trakls an seinen langjährigen Freund Erhard Buschbeck und die Sammlung der Salzburger Familie Glaser. Im Rahmen von Führungen können Teile dieser Bestände besichtigt werden. In den drei Ausstellungsräumen sind auch Graphiken von Künstlern zu sehen, die sich mit dem Werk Trakls beschäftigt haben. 1987 konnten auch die restlichen, aus dem Besitz der Familei noch vorhandenen Einrichtungsgegenstände untergebracht werden, so daß den Besuchern ein gewisser Eindruck von der Atmosphäre vermittelt werden kann, in der der Dichter seine Kindheit und Jugendzeit verbracht hat. Eine Tonbildschau gibt einen Einblick in Entstehung und Eigenart des dichterischen Werkes. Für besonders Interessierte gibt es Beispiele von Vertonungen oder Filme über den Dichter. Im angeschlossenen Archiv stehen Werkausgaben und die umfangreiche Sekundärliteratur den Benützern zur Verfügung (Anmeldung erforderlich). Jeweils zum Geburts- und Todestag gibt es Veranstaltungen künstlerischer oder wissenschaftlicher Art. Einzelne Vortragstexte können als Broschüren von den Besuchern erworben werden. In unregelmäßigen Abständen werden Symposien veranstaltet, deren Ergebnisse fallweise in der Reihe "Trakl-Studie" publiziert werden (bisher 4 Bände). 1987 wurde im Rahmen der Kulturvereinigung das Internationale Trakl-Forum gegründet, dessen Beirat sich jährlich zweimal trifft. Dazu gehören Vertreter verschiedener wissenschaftlicher und kultureller Institutionen aus Salzburg und korrespondierende Mitglieder (meist Germanisten) aus neun verschiedenen Ländern von Japan bis Kanada. Die Vorsitzenden des Trakl-Forums kamen bisher aus Straßburg (Prof. Finck) bzw. Innsbruck (Prof. Doppler). Die Aufgabe des Trakl-Forums ist es, das Veranstaltungsprogramm und die Entwicklung der Forschungs- und Gedenkstätte unterstützend zu begleiten und die Verbreitung der Lyrik Trakls in anderen Sprachbereichen zu fördern.